Den Weg teilen - pilgern auf dem Martinusweg
Martinuswege in Baden-Württemberg
Die "Via Sancti Martini" verbindet den Geburtsort des heiligen Martin, Szombathely in Ungarn, mit seiner Grablege in Tours in Frankreich. In Tannheim bei Biberach erreicht der Hauptweg Baden-Württemberg und führt weiter bis nach Speyer am Rhein.
Entstanden sind neben dem Hauptweg vier Regionalwege, die zahlreiche Martinskirchen miteinander verbinden und Pilger dazu einladen, sich mit dem heiligen Martin auf einen geistlichen Weg zu machen.
Wegverlauf und Etappen des Martinuswegs in Baden-Württemberg aufrufen
Europäischer Martinusweg
Seit September 2016 verläuft mit der Mittelroute ein zweiter Martinuspilgerweg "Via Sancti Martini" durch Europa. Der Weg beginn in Szombathely (Ungarn), der Geburtsstadt des Heiligen Martin und verläuft durch Österreich, Deutschland, Luxemburg, Belgien und Frankreich bis nach Tours, wo der Heilige Martin Bischof war. Das Wegenetz umfasst insgesamt über 2500 Kilometer. Wir verstehen den europäischen Martinusweg als Pilgerweg und Kulturweg zugleich.
Pilgern auf dem Martinusweg kann so zur Spurensuche werden: nach Spuren des Hl. Martin in unserer Diözese, aber mehr noch nach Spuren Gottes in unserem Leben.
Wegverlauf und Etappen des Europäischen Martinusweg aufrufen.
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Neuester Beitrag vom 16.08.2026
Wegpaten kümmern sich um den Martinusweg
Neue Helferinnen und Helfer für die Martinusgemeinschaft. Pilgern bietet Natur, Bewegung und Spiritualität unmittelbar vor der eigenen Haustür.

Bild Tilmann Schmitz
Tilmann Schmitz aus Rottenburg ist Ansprechpartner für die rund 70 Wegpatinnen und Wegpaten auf dem Martinusweg in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Erzdiözese Freising . Der Arzt, der nach einer Tätigkeit als Geschäftsführer eines Gesundheitsunternehmens im Bereich Ernährung und Prävention in diesem Jahr in den Ruhestand geht, spürt in sich eine große Faszination für das Pilgern und beschreibt diese so: „Die Mischung aus Spiritualität und Natur ist es, die mich persönlich daran begeistert.“ Diese Erfahrung möchte Schmitz mit anderen teilen.
Regelmäßig auf Pilgerwegen unterwegs
Zur Martinusgemeinschaft gehört Schmitz seit knapp zwei Jahren. Schon lange davor war er jedoch bereits regelmäßig auf Pilgerwegen unterwegs – vor allem rund um seinen Wohnort Rottenburg, wo sich Jakobs- und Martinuswege kreuzen, darüber hinaus aber auch auf Fernpilgerwegen, beispielsweise auf dem Franziskusweg in Italien und auf dem Olavsweg in Norwegen. Vor gut einem Jahr übernahm er die Aufgabe, sich um die Wegpat:innen auf dem Martinusweg zu kümmern. Er koordiniert die Aufgabenverteilung, organisiert den Austausch untereinander und lud die Ehrenamtlichen zu Treffen in Kornwestheim und Oberdischingen ein, bei denen auch ein Fachvortrag über moderne digitale Kartierung und die Dokumentation von Pilgerwegen mit auf dem Programm stand.
Wegpate und Pilgerbegleiter
„Der Martinusweg in der Diözese umfasst mit seinen Haupt- und Regionalwegen rund 1200 Kilometer Wegstrecke“, berichtet Schmitz. Patinnen und Paten seien verantwortlich für ein vorab definiertes Wegstück, auf dem sie zwei Mal im Jahr nach dem Rechten sehen müssten. Sie schnitten überwachsene Wegweiser frei, ersetzten beschädigte Schilder und meldeten notwendige Änderungen, wenn Strecken verlegt werden müssen. „Eine sinnvolle Aufgabe, bei der sich immer wieder persönliche Kontakte ergeben“, sagt Schmitz, der selbst auch Wegpate ist und sich um einen Abschnitt des Martinuswegs im Dekanat Rottenburg kümmert. Diese Aufgabe hat er von Rolf Seeger übernommen, der dieses Ehrenamt viele Jahre ausgefüllt hatte. Zusätzlich dazu bietet der verheiratete Vater zweier erwachsener Kinder im Rahmen des Samstagspilgerns regelmäßig Pilgerwanderungen an. Unterstützt werde er dabei unter anderem von Dr. Johannes Holdt, dem Pfarrer der Wallfahrtskirche im Rottenburger Weggental. „Dort stehen für uns Räumlichkeiten zur Verfügung und Pfarrer Holdt gibt den Pilgerinnen und Pilgern den Pilgersegen“, berichtet Schmitz und betont: „Wegpate und Pilgerbegleiter zu sein, das sind jedoch zwei voneinander getrennte Dinge, die je nach Lust und Laune einzeln übernommen werden können.“
Pressemitteilung Diözese Rottenburg-Stuttgart, Gregor Moser.
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